TU Berlin

Sozialwiss. Wissenschafts- & TechnikforschungStudium und Lehre

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Lehre

Wissenschaftsforschung

In der Lehre wollen wir die Studierenden dazu befähigen, Wissenschaft als kollektiven Arbeitsprozess in seiner Einbettung in moderne Gesellschaften zu analysieren. Sie sollen die spezifischen wechselseitigen Abhängigkeiten zu identifizieren können, die Wissenschaftler*innen in der Produktion wissenschaftlichen Wissens eingehen, den Zusammenhang zwischen Forschungsinhalten und sozialen Strukturen in der Wissensproduktion verstehen und die Formen der Einflussnahme auf Forschungsinhalte durch inner- und außerwissenschaftliche Akteure aufdecken und beurteilen können.

Technikforschung (mit Schwerpunkt Digitalisierung)

Den Studierenden wird vermittelt die gesellschaftlichen Aspekte von Technik und Innovation systematisch zu untersuchen. In der Lehre wird zum Einen thematisiert, wie Technologien auf spezifische Art und Weise soziale Prozesse strukturieren (Technikfolgen). Zum andern wird diskutiert wie Technik aber auch immer in gesellschaftlichen Kontexten entwickelt und verwendet wird (Technikgenese & Techniknutzung). Ein besonderer Fokus wird dabei auf aktuelle Themen der Digitalisierungsforschung gelegt.

Sommersemester 2022

Jochen Gläser

Betrug, Täuschung und fragwürdige Forschungspraktiken

Seminar

Das Ziel des Seminars besteht darin, Bedingungen und Folgen wissenschaftlichen Fehlverhaltens in historischen und fächervergleichenden Perspektiven zu erkunden. Wissenschaftliches Fehlverhalten ist für zahlreiche Fachgemeinschaften zu einem wichtigen Diskussionspunkt geworden, weil der Anteil gefälschter und geschönter Publikationen zu wachsen scheint. Im Seminar werden wir unethische und problematische Praktiken von Wissenschaftler*innen und ihren Einfluss auf die Wissensproduktion der Fachgemeinschaften diskutieren. Wir rekonstruieren die Bedingungen, die wissenschaftliches Fehlverhalten begünstigen, identifizieren mögliche Auswirkungen von Fehlverhalten auf die Wissensproduktion der Fachgemeinschaften und beurteilen Gegenmaßnahmen.

Termin: Di. 10-12 Uhr | 19.04.-19.07.2022

Anmeldung: über ISIS (max. 30 Teilnehmer*innen)

Ort:
Raum und Zoom-Link werden noch bekannt gegeben.

Hinzufügen zum Stundenplan über Moses:
https://moseskonto.tu-berlin.de/moses/verzeichnis/veranstaltungen/veranstaltung.html?kalenderveranstaltung=91772

Inklusion in wissenschaftliche Gemeinschaften

Seminar

Traditionelle Modelle wissenschaftlicher Gemeinschaften unterstellen implizit, dass alle Mitglieder einer Fachgemeinschaft eine ähnliche Position in Wissensproduktion haben. Diese Vorstellung wurde zunächst durch die Identifizierung der Facheliten und durch die Unterscheidung von Mainstream und Nischen in Fachgemeinschaften qualifiziert. Heute wissen wir, dass es zahlreiche Unterschiede in der Partizipation von Forscher*innen an der Wissensproduktion ihrer Fachgemeinschaft gibt. Das Seminar behandelt diese Unterschiede als unterschiedliche Formen und Niveaus der Inklusion und diskutiert die Ursachen für Inklusionsbeschränkungen für Forscher*innen sowie die Folgen beschränkter Inklusion für die Wissensproduktion der Mitglieder und der Fachgemeinschaften.

Termin: Di. 14-16 Uhr | 19.04.-19.07.2022

Anmeldung: über ISIS (max. 30 Teilnehmer*innen)

Ort:
Raum und Zoom-Link werden noch bekannt gegeben.

Hinzufügen zum Stundenplan über Moses:
https://moseskonto.tu-berlin.de/moses/verzeichnis/veranstaltungen/veranstaltung.html?kalenderveranstaltung=91773

Akademische Karrieren im historischen Wandel

Seminar

Das Ziel des Seminars besteht darin, den Wandel von Forscher*innenkarrieren in international vergleichenden und fächervergleichenden Perspektiven zu erkunden. Forscher*innenkarrieren konstituieren einen wichtigen Kanal, durch den Politik und Fachgemeinschaften die Wissensproduktion beeinflussen, indem sie darüber entscheiden, wer Möglichkeiten zur Realisierung von Forschungsideen erhält, wie gut diese Möglichkeiten sind, und in welcher Umgebung diese Ideen realisiert werden. Wir werden ein soziologisches Modell von Forscher*innenkarrieren auf die Rekonstruktionen von Karrieren in verschiedenen Epochen der Wissenschaftsentwicklung anwenden und nachzeichnen, wie sich die Bedingungen gewandelt haben, unter denen Forscher*innen ihre Karrieren realisieren.

Termin: Mo. 10-12 Uhr | 25.04.-18.07.2022

Anmeldung: über ISIS (max. 30 Teilnehmer*innen)

Ort:
Raum und Zoom-Link werden noch bekannt gegeben.

Hinzufügen zum Stundenplan über Moses:
https://moseskonto.tu-berlin.de/moses/verzeichnis/veranstaltungen/veranstaltung.html?kalenderveranstaltung=91827

Christopher Grieser

Das Tech-StartUp aus sozialwissenschaftlicher Perspektive

Seminar

Grundsätzlich werden mit dem Begriff „StartUp“ Unternehmensgründungen bezeichnet, die versuchen innovative Geschäftsideen skalierbar umzusetzen. Obwohl damit formal Unternehmen in allen Wirtschaftssektoren gemeint sind, werden mit dem Begriff jedoch meist Unternehmen im Technologie-Bereich assoziiert – nicht zufällig haben laut dem Deutschen StartUp Monitor zwei Drittel aller StartUps vornehmlich digitale Geschäftsmodelle. Neben der Tatsache, dass es sich um junge Unternehmen handelt, zeichnen sich Tech-StartUps aber auch durch eine spezifische Unternehmenskultur aus: flache Hierarchien, intensives Networking, Arbeit in Co-Working-Spaces, enge Bindungen zu Risikokapitalgebern und „hippe“ Kommunikationsformen wie dem Pitch.

Anhand der Themenbereiche Innovativität, Vernetzung, StartUp-Umwelt, Organisationsstruktur und Unternehmen soll in dem Seminar der Frage nachgegangen werden, wodurch sich Tech-StartUps auszeichnen. Die Lehrveranstaltung richtet sich primär an Master-Studierende und fortgeschrittene Bachelor-Studierende.

Literatur:
Stark, D., & Girard, M. (2009). Creative Friction in a New-Media Start-Up. In D. Stark (Ed.), The Sense of Dissonance: Accounts of worth in economic life. (pp. 81–118). Princeton University Press.

Termin: Mi. 10-12 Uhr | 20.04.-20.07.2022

Anmeldung: über ISIS (max. 30 Teilnehmer*innen)

Ort:
Raum und Zoom-Link werden noch bekannt gegeben.

Hinzufügen zum Stundenplan über Moses:
https://moseskonto.tu-berlin.de/moses/verzeichnis/veranstaltungen/veranstaltung.html?kalenderveranstaltung=91779

Einführung in die sozialwissenschaftliche Technikforschung

Seminar

Die sozialwissenschaftliche Technikforschung beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Technik und Gesellschaft. Auf der einen Seite sind Gesellschaften weitreichend von Technologien geprägt (Technikfolgen), auf der anderen Seite ist Technik wird Technik aber auch in sozialen Zusammenhängen entwickelt und genutzt (Technikgenese & Techniknutzung). Technik prägt dabei alle Ebenen des sozialen, von den "kleinen" Alltagsgegenständen und Werkzeugen (Mikroebene), bis hin zu großen technischen Infrastruktursystemen (Makroebene). Dementsprechend vielfältig sind auch die Themen der Techniksoziologie, die von der Verfestigung sozialer Strukturen mittels materieller Technik, über die technisch-vermittelte Kooperation hin zu Fragen der Fehleranfälligkeit und Steuerbarkeit großtechnischer Systeme reicht.

Das Seminar führt grundlegend in die sozialwissenschaftliche Technikforschung ein. Dafür werden einführend Klassiker der Techniksoziologie behandelt, und in der zweiten Seminarhälfte ausgewählte zeitgenössische Themen der Technikforschung thematisiert.

Literatur:
Rammert, W. (Ed.). (1998). Technik und Sozialtheorie.

Termin: Mi. 14-16 Uhr | 20.04.-20.07.2022

Anmeldung: über ISIS (max. 30 Teilnehmer*innen)

Ort:
Raum und Zoom-Link werden noch bekannt gegeben.

Hinzufügen zum Stundenplan über Moses:
https://moseskonto.tu-berlin.de/moses/verzeichnis/veranstaltungen/veranstaltung.html?kalenderveranstaltung=91780

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