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TU Berlin

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Christopher Grieser

Lupe

Hardenbergstr. 16-18
10623 Berlin
Raum: HBS 128
Telefon: +49 30 314 27378
E-Mail: christopher.grieser[at]tu-berlin.de

  

Sekretariat:

Nina Krampitz, Raum H 2532, nina.krampitz[at]tu-berlin.de   

 

Dissertationsvorhaben

Creating Innovations in the Platform Economy. On the Interdependence of Platform-Innovations and Application-Innovations in Software Development

Der gesamtgesellschaftliche Trend der Digitalisierung drückt sich auch in einer Transformation bisheriger Geschäftsmodelle und Organisationsformen aus. Gerade in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften wird dabei eine zunehmende Umstellung traditioneller Märkte hin zu Plattformökonomien festgestellt. Nicht zuletzt werden Internetkonzerne wie Google, Apple, Amazon oder Microsoft als Plattformunternehmen gesehen. Im akademischen Diskurs bestehen jedoch sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was eine Plattform darstellt: Während die Wirtschaftswissenschaften und die Information System Research Plattform vornehmlich als technische Infrastrukturen sehen, die zweiseitige Märkte konstituieren, werden in der Soziologie Plattformen hauptsächlich als Organisateure digitaler Märkte und Arbeitgeber von (Schein-)Selbstständigen gesehen. Diese beiden Ansätzen möchte ich mit einer integrativen Perspektive zusammenführen, die sowohl infrastrukturelle als auch markvermittelnde Aspekte von Plattformen gleichermaßen berücksichtigt.

Für mein Promotionsvorhaben möchte ich Plattformen hierfür als neue Governance-Form betrachten, die mit dem Ansatz des akteurszentrierten Institutionalismus untersucht werden sollen. Dabei ist empirisch noch zu klären, ob Plattformökonomien eine eigenständige Koordinationsform neben Markt, Organisation, Netzwerk und Gemeinschaft darstellen, ein Hybrid dieser bereits bekannten Koordinationsformen sind oder ein spezifischer Subtyp einer bereits geläufigen Governance-Form. Die zentrale These des Disserationsvorhabens ist, dass sich Plattformökonomien folglich auch durch eine spezifische Art und Weise der Hervorbringung von Innovationen auszeichnen. Zur empirischen Untersuchung dieser These werde ich eine qualitative Studie des internationalen Softwaremarktes durchführen, da Softwareentwicklung dadurch charakterisiert ist, dass die technologisch-organisatorische Komplexität nicht nur bei der Plattform, sondern auch bei den Plattformanwendungen liegt: Im Gegensatz zu vielen anderen Plattformökonomien wie z.B. Fahrdienstleistungs- oder Crowdworking-Plattformen zeichnet sich Softwareentwicklung durch eine eher kreative und wenig standardisierte Arbeitstätigkeit der Plattformanwendenden aus. Perspektivisch soll durch mein Promotionsprojekt also ein Vergleich Governance-Typen auf Basis ihrer Form der Hervorbringung von Neuem ermöglicht werden.

Lebenslauf

Seit 2019 -
Wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Lehraufgaben am Fachgebiet „Sozialwissenschaftliche Wissenschafts- und Technikforschung
2018 - 2019
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFG Graduiertenkolleg „Innovationsgesellschaft heute: Die reflexive Herstellung des Neuen“, Institut für Soziologie, TU Berlin
2014 - 2018
M.A. Soziologie technikwissenschaftlicher Richtung an der TU Berlin
2015 - 2018
Studentische Hilfskraft am Fachgebiet „Methoden der empirischen Sozialforschung“ an der TU Berlin (Prof. Nina Baur)
2016
Auslandssemester an der University of California, Berkeley (USA)
2016
Associate Editor bei "Eleven, Undergraduate Journal of Sociology" an der University of California, Berkeley (USA)
2013 - 2015
Studentische Hilfskraft am Innovationszentrum für Mobilität und Gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) in Berlin
2011 - 2014
B.A. Soziologie technikwissenschaftlicher Richtung an der TU Berlin (Technisches Nebenfach: Informatik)
2009 - 2010
Studium der Kommunikationswissenschaft und Philosophie an der Universität Erfurt

Forschungsschwerpunkte

  • sozialwissenschaftliche Innovationsforschung
  • Internetökonomie aus soziologischer Perspektive
  • Wissenschaftssoziologie
  • Organisations- und Wirtschaftssoziologie
  • Wissenschaftstheorie der Sozialwissenschaften (insb. Kausalität)
  • Qualitative und quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung

Publikationen

  • Grieser, C. (2019). The Problem of Collecting Data on Mid-Sized Complete Networks (50 < n < 200) via Questionnaire: A Proposition for Using Subgroup-Based Name Generators. Working Paper, Berlin. Retrieved from https://www.ssoar.info/ssoar/handle/document/61650
  • Gläser, J., Laudel, G., Grieser, C., & Meyer, U. (2018). Scientific Fields as Epistemic Regimes: New Opportunities for Comparative Science Studies. Working Paper TUTS-WP-3-2018, TU Berlin. (online)
  • Deisner, J. & Grieser, C. (2018). The Relationship between Openness and Closedness in the FabLab. A Differentiated Typology of Possible Relations between Institutional Logics. In: J. Engelschalt, F. Engels, & A. Maibaum (Hrsg.), Schafft Wissen – Gemeinsames und geteiltes Wissen in Wissenschaft und Technik. Proceedings der 2. Tagung des Nachwuchsnetzwerks "INSIST". München: SSOAR. (online)

Vorträge

  • Dependence on the Industry that Simultaneously Restricts and Enables Knowledge Exchange in a Scientific Community. The Case of German Automotive Engineering“ beim Internationalen Workshop „Independence of Research“ am 15. November 2018 in Berlin
  • "The Subgroup-Based Recall. A Proposition for Collecting Data on Mid-Sized Intraorganizational Networks (30 < n < 150) via Questionnaire“, beim 2. Workshop des Arbeitskreis Organisatorische Netzwerkforschung am 27. September 2018 in Jena
  • „Scientific fields as epistemic regimes; new opportunities for comparative science studies“ im Workshop „Regimes of knowledge production“, am 08. Juni 2018 in Berlin (zusammen mit Jochen Gläser, Grit Laudel und Uli Meyer)
  • „FabLabs als Produktionsstätten zwischen Offenheit und Geschlossenheit“ auf der INSIST-Tagung „Schafft Wissen“ beim Panel „Wissen in Labs“, am 7. Oktober 2016 in München (zusammen mit Jana Deisner)
  • „Die Erhebung von mittelgroßen, intraorganisationalen Netzwerkdaten. Organisationstheoretische Überlegungen“ im Organisationssoziologischen Kolloquium des IfS, am 30. Juni 2016 in Berlin
  • „Womit beschäftigt sich eigentlich die Wissenschaftstheorie der Sozialwissenschaften? Ein Versuch der Kartografierung des ‘Bermuda-Dreiecks’ zwischen Wissenschaftsphilosophie, Sozialtheorie und Methodologie“ im Methoden-Kolloquium des IfS, am 25. Mai 2016 in Berlin

Mitgliedschaften

  • DGS-Sektion Organisationssoziologie
  • DGS-Sektion Wirtschaftssoziologie

Auszeichnungen und Stipendien

  • 2014 - 2017: Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes
  • 2016 - 2017: e-fellows Stipendium
  • 2016: Leistungsstipendium der TU Berlin für einen akademischen Auslandsaufenthalt
  • 2016: Auslandsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes

Externe Profile

Zusatzinformationen / Extras

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